Ich bin gesprungen

Ich bin gesprungen. Da war zwar ein Netz. Und ein doppelter Boden. Aber ich bin gesprungen. Ich hab’s ja schon mal geschrieben, ich habe mich selbständig gemacht. Als Texterin, was sonst, würde ich jetzt sagen, weil ich kann ja nix anderes. Mit Kaugummiblasen werde ich in diesem Leben halt kein Geld mehr verdienen. 

Als ich vor ein paar Monaten mal wieder in Tansania geurlaubt habe, bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich – eh schon monatelang am Zweifeln, Hadern und Grübeln – gedacht habe: So, jetzt muss was passieren. Es ist irgendwie immer alles so geflutscht, was mein Berufsleben angeht. Vom einen ins nächste bin ich ganz einfach gerutscht, weil ich mich nicht ganz blöd angestellt habe und dann einfach durch die Türen gegangen bin, die sich mir eröffnet haben. Dabei habe ich nie groß hinterfragt, ob das denn jetzt wirklich das ist, was ich will. Ich hab’s halt gemacht, wenn’s schon so einfach geht. Jetzt kam aber doch mal der Punkt, an dem ich hinterfragt habe. Die Fragen waren so simpel wie wegweisend:

  • Was ist meine Vision für mein Leben?
  • Wie sehe ich mich selbst?
  • Wie stelle ich mir meine tägliche Job-Routine vor?

Nie zuvor habe ich mir das so konkret überlegt. Das war eher immer so ein “Ich würd’ ja gern”, “Ich könnte mir unter Umständen vielleicht mal vorstellen…”. Mir war jetzt aber sofort klar: ich sehe mich mit einem Stift in der Hand. Oder, um die Nostalgie ein bisschen zu killen: mit einem Laptop auf dem Schoß. Ich will schreiben. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe mir dann noch überlegt, wie man das monetarisieren kann, habe, als ich wieder zurück in Deutschland war, mit ein paar ausgewählten Personen meine Vision besprochen und gute Tipps bekommen. Auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich wusste, mit Kopf und Bauch (auf den sollte man immer hören!), dass sich das richtig anfühlt und funktionieren könnte: Ich werde Texterin.

Ich habe zwar in der Vergangenheit schon für Unternehmen geschrieben, habe im Verlag, in dem ich früher gearbeitet habe, viele Kunden textlich betreut, aber ich habe nunmal keinen Kundenstamm. Also habe ich – und dafür bin ich meinem Arbeitgeber auch sehr dankbar – meine feste Stelle auf 50 Prozent Arbeitszeit reduzieren können und kann mir so nebenbei mein eigenes Ding aufbauen. Klar, Netz und doppelter Boden; bei null anzufangen stimmt ja irgendwie auch nicht ganz, weil ich noch einen halben Job habe, aber wenn man sein Leben und seine Ausgaben auf einen vollen Job ausgerichtet hat, kann man mit einem halben Gehalt auch nicht so recht glücklich werden.

Aber diesmal bin ich nicht nur so reingerutscht, diesmal habe ich das in die Hand genommen und es fühlt sich so gut an. Ich brenne vor Motivation. Und ich habe das Gefühl, dass das schon alles läuft, wenn man mal mit etwas anfängt, auf das man richtig Bock hat.

Ich hoffe, dass ich nun auch die Zeit habe, hier wieder mehr zu schreiben, aber es gibt auch ein paar andere schöne Projekte, eines davon hat mit viel Liebe zu tun. Mehr verrate ich nicht, der Spannungsbogen muss schließlich hoch gehalten werden! Stay tuned, ich werde berichten!

www.franziska-baar.de

3 Kommentare bei „Ich bin gesprungen“

  1. Mein Glückwunsch an Dich! Das ist wunderbar. 😉 Ich kann nachfüllen wie schwer diese Entscheidung wiegt …
    Denn ich gehe diesen Weg gerade selbst (Kündigung wird morgen offiziell eingereicht).
    Drück’ Dir die Daumen.

    1. Da gehst du ja sogar noch einen Schritt weiter, gute Sache 🙂 Je nachdem, ob man schon einen plan for the next hat oder eben nicht, wird es dann umso spannender… Viel Erfolg dir!

  2. Dein Plan sieht aber doch schon recht konkret aus. Schöne Webseite hast Du da.
    Ja, spannend wird das. (Etwas) mehr an Risiko, und damit Entwicklung, ist bei mir auch unbedingt notwendig geworden.

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