friedvoll

eine schneeflocke schmiegt sich
an meine wimper
auf der suche nach wärme
und ich denke
an gestern und vorgestern
und ein bisschen auch an die sekunden und minuten und stunden zuvor

das rauchen passt zu dir
sagt sie
ich sehe dich mit irgendwelchen schreibenden
sagt sie
ein paar männer die du liebst
aber auch dass es kompliziert ist
sagt sie

abends lese ich ihr fried vor
liebesgedichte
nur das eine finde ich nicht
das einer mal für mich abgeschrieben hat
und während ich das buch durchblättere
seite für seite
immer wieder stehenbleibe
um ein paar worte vorzulesen
schläfere ich sie ein
vielleicht träumt sie von liebe
oder wenigstens nicht von nichts

dann bin ich wieder da
wo die schneeflocken vom himmel fallen
während ich immer noch fried liebe
worte die doch nicht mehr sind als versammelte buchstaben
verklebt mit irgendwas aus sehnsucht und bauchschmerz
kommen keine worte mehr aus meinem mund
weil sie ohne liebe wären
alle buchstaben nur zweckehen
eingegangen aus langeweile
ich sage lieber nichts

die schneeflocke ist geschmolzen
ob ich wiederkomme
fragt er mich
vielleicht
sage ich
und denke
nein

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