dreiundzwanzig: heute wünsche ich mir was.

Adventskalender 23

Wünschen ist was für kleine Kinder. Wünsche sind etwas, das man auf einen Zettel schreibt, den man an das Christkind schickt – oder den Amazon-Wunschzettel, den man per Mail versendet. Wünschen kann noch so viel mehr sein als das, glaube ich.

Wir haben irgendwann aufgehört, Wunschzettel zu schreiben. Wünsche sind was für Menschen, die nicht für Ziele arbeiten. Wünsche sind esoterisch oder unrealistisch. Kann sein. Muss es aber nicht. Frage: Gibt es irgendetwas, das du dir für dich wünschst? Ich meine kein neues iPhone irgendwas S oder X, sondern eher so etwas wie: berufliche Veränderung, neuen Input für die Beziehung oder so. Überlege dir doch mal, was du dir genau wünschst. Willst du einen neuen Job? Willst du einfach nur ein paar andere Aufgaben in deinem bisherigen Job? Willst du mehr Gehalt? Worum genau geht es dir? Wenn du dir das überlegt hast, dann schreibe das ganz konkret auf, so konkret wie möglich. Ich wünsche mir. Formuliere dir einen Wunschzettel für dein Leben. Klingt auch esoterisch, ich weiß. Aber: Der Effekt ist doch der, dass wir viel gezielter Maßnahmen ergreifen – oft auch unbewusst – die zur Erfüllung unseres Wunsches beitragen. Wir erfüllen uns letztendlich den Wunsch selbst, aber wenn wir gar nicht wissen, was wir eigentlich wollen, dann können wir auch nichts tun, was darauf einzahlen würde. Logisch, oder? Und dafür brauchen wir noch nicht einmal die Kraft des Mondes.

Um das noch deutlicher zu machen: Das ist doch wie mit den Weihnachtsgeschenken. Wenn man da auf den Wunschzettel schreibt: Pony, dann hast du unterm Baum entweder nen Friseur mit Schere sitzen oder ein schnaubendes Tier oder eine Plastikfigur. Wenn man etwas möchte, dann muss man sich das ganz konkret überlegen. Überlegen funktioniert mit Aufschreiben tatsächlich am besten, weil man dabei ganz konkrete Begriffe finden muss und aus dem abstrakten Wunsch eine ganz genaue Vorstellung werden kann. Ich würde sagen, das weiß ich, weil ich so viel aufschreibe, wie ihr ja seht. Allerdings das mit dem Wünschen, das ist ein Punkt, den ich noch gar nicht so gut umsetzen kann, ehrlich gesagt. Das wird mein Neujahrsvorsatz, das konkrete Wünschen. Und ja, ich bin eine von denen; eine von diesen albernen Vorsatz-Machern. Ich finde das nämlich gut, wenn man sich zumindest einmal im Jahr einen Reminder setzt, um über sein Leben und seine Pläne dafür nachzudenken. Selbstreflexion ist doch einfach was Herrliches, das kann man ganz wunderbar an so einem Termin vornehmen.

Man muss manchmal auch Mut haben, um sich etwas zu wünschen. Wer nämlich konkrete Wünsche äußert, der steigert das Verlangen danach und wenn dann der Wunsch nicht erfüllt wird, ist die Enttäuschung umso größer. Das ist wohl der Punkt, der mich davon abhält, konkret zu werden. Da wären wir aber wieder bei Türchen 18. Nur schlau daherschreiben und es dann nicht machen geht natürlich nicht! Ich wünsche mir dieses Jahr übrigens kein Pony, weil auf meinem Kopf würde das scheiße aussehen und für ein Tier ist mein Garten zu klein und mit Puppen spiele ich nicht mehr. Ich überlege mir noch, was ich mir wünsche, aber ich muss euch ja nicht alles verraten, pah!

Heute überlegen wir uns, was wir uns vielleicht schon länger wünschen und konkretisieren diesen Wunsch, indem wir ihn aufschreiben. So detailliert wie möglich. Und dann glauben wir ganz fest daran, dass das eintreffen wird, was wir uns wünschen. Was dann passiert, werden wir sehen. Ich muss das ja auch noch üben, aber ich glaube, irgendetwas wird definitiv passieren.

Heute wünsche ich mir was.

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