einundzwanzig: heute glaube ich an mich.

Adventskalender 21

An sich selbst glauben, was soll das überhaupt heißen? Man sagt das immer so nonchalant vor sich hin, aber bedeutet das überhaupt mehr als ein nett gestaltetes Pinterest- oder Visual-Statements-Quote? Ich denke, das kann es.

An etwas zu glauben heißt doch, davon überzeugt zu sein, dass es existiert, obwohl es nicht sichtbar ist. Glauben heißt, etwas für wahrscheinlich zu halten. Glauben heißt, Vertrauen zu haben. Der Glaube an sich selbst ist also das Vertrauen in sich selbst. Das Vertrauen in die eigene Stärke, die man manchmal vielleicht gar nicht gleich sieht. Manche Menschen haben diesen Glauben an sich selbst schon lange verinnerlicht, ohne dass es dazu eine besondere Erfahrung gegeben hätte. Für manche Menschen benötigt es dagegen bestimmte Erlebnisse, die ihnen zeigen, dass sie sich auf sich selbst verlassen können. Dafür sorgen manchmal Schicksalsschläge, manchmal auch Erfolgserlebnisse. Wer sich selbst aber seine eigene Stärke nicht unbedingt in Trennung oder Trauer beweisen will, der kann auch mit kleinen Maßnahmen einen leichten Einstieg finden. Wenn man zum Beispiel Dinge tut, vor denen man Angst hat (wie das geht, haben wir ja schon mal gemacht), dann kann man ja selbst steuern, wie viel man sich zutraut. Und bekommt man das gut hin, kann man ein Erfolgserlebnis verzeichnen und ein bissschen mehr an sich selbst glauben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man positiv denkt. An dieser Stelle geben diese ganzen Komponenten, die wir schon durchexerziert haben, eine wunderschöne, runde Summe. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Für mich ist auch mein Glaube an einen Gott etwas, das letztendlich immer zum Glauben an mich selbst zurückführt. Wenn ich glaube, dass ich auf diesen Gott vertrauen kann, heißt das doch schlussendlich nur, dass ich damit auch auf mich selbst vertraue. Der Glaube daran, dass da etwas ist, das hinter mir steht, lässt mich Dinge tun, die ich ohne diese Vorstellung vielleicht nicht tun würde.

Schließlich ist es doch so: Wenn ich schon nicht an mich selbst glaube, wer soll’s denn sonst machen? Ich will nicht darauf warten, dass einer mir sagt: du schaffst das, mach’ das doch! Ich will das Gefühl in mir tragen, ohne mich von der Bestärkung anderer abhängig zu machen – auch wenn die Bestärkung anderer ohne Frage sehr wichtig ist.

Im Prinzip ist dieses An sich selbst glauben die Summe aus vielen Übungen, die wir bisher zusammen gemacht haben. Wir glauben heute mal an unsere Stärke, auch wenn wir sie nicht sehen; wir glauben daran, dass wir etwas schaffen können; dass wir großartig sind; dass wir mehr können.

Heute glaube ich an mich.

 

 

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