Der Tag danach

Ehrlich gesagt, habe ich mich total überfressen. Ich war selbst erstaunt, wie oft an einem Tag ich frühstücken kann. Ich habe nämlich den ganzen Ostersonntag gefrühstückt: Nach einem erhellenden Kirchenbesuch morgens um 6 Uhr musste ich mich aufgrund der fiesen Zeitumstellung und der damit geklauten Stunde nochmals hinlegen. Um 11 Uhr ruft Mutter zum ersten Frühstück. Wir drapieren die Speisen, die wir am Vortag vorbereitet haben, auf dem Tisch neben der luftig-leichten Frühlings-Dekoration.

Heute ist Familientag. Die Brüder sind da, die Oma ist da. Nachmittags sehe ich die anderen Großeltern. Mein Herz quillt fast über vor Liebe, als ich die beiden sehe, denn das passiert leider weniger häufig als geplant. Es gibt Kuchen und Osterlamm.

Abends frühstücke ich nochmal, schließlich ist so viel Essen übrig geblieben, dass ich mich um die einsam zurückgebliebenen Nahrungsmittel kümmern muss. Das macht mir auch gar nichts aus, wirklich!

Später dann gibt es den ersten Schluck Alkohol nach langer Abstinenz. Ich habe den Genuss guten Rotweins vermisst und freue mich auf eben jenen. Leider ist der Rotwein nicht ganz mein Geschmack, aber die Gesellschaft, in der ich mich befinde, ist so unterhaltsam und wohltuend, dass das dem Abend nun wirklich keinen Abbruch tut. Ich bin immer noch so pappsatt, dass ich außer ein paar Kartoffelchips kein bisschen mehr essen kann. Nicht einmal die Windbeutel mit Vanille-Sahne und selbstgemachter Erdbeer-Soße kann ich anrühren. Das will was heißen, Freunde!

Am Ostermontag bin ich wieder zur überwiegend veganen Ernährung zurückgekehrt. Ich fühle mich damit leichter, gesünder und schöner. Das sind ja wohl allesamt überzeugende Argumente.

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