Tag 31 von 46.

Ich bin auf dem Sofa gelegen, der Fernseher lief von mittags bis nachts und ich hatte nicht die Nerven, irgendetwas zu schreiben. Ich wollte eigentlich lesen und mein Leben regeln (ich hatte ja nach meinem Arztbesuch noch die Steuererklärung offen). Und dann lag ich da, litt still und ab und an hustend und vergab mir meine Trägheit. Für einen Moment konnte ich akzeptieren, dass ich meinem Körper hin und wieder eine Auszeit gönnen darf. Dass ich mich nicht ununterbrochen mit Literatur oder gesellschaftlichen Fragen beschäftigen muss, sondern einfach mal Shopping Queen gucken darf. Sich selbst zu vergeben führt manchmal zu der Dankbarkeit, die man vergisst, wenn man pausenlos einfach nur funktioniert.

Also habe ich nicht funktioniert und mir selbst vergeben, dass ich nicht jeden Tag ein paar Buchstaben zu Sätzen geformt habe. Ich bin hintendran. Ich vergebe mir.

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