Tag 9 von 46.

der wecker stört um fünf uhr dreißig. ich muss den fehler eines anderen beheben. der körper sitzt am frühstückstisch. der geist kaum vertreten. ich habe die nacht selten geschlafen; aus angst, zu verschlafen. die kiwi zwingt den standmixer gemeinschaftlich mit der ananas in die knie. böse seid ihr, böse. ohne frühstück kann ich nicht aus dem haus gehen.

nach einer stunde des gesammelten körpers und geistes verlangt der nächste fehler nach ausbesserung. meine perspektive nun: einseitig. flach und dumpf. unwirsche worte erblicken aus meinem mund das licht der welt.

dann ein anruf.

perspektivwechsel.

sie sagt mir: sie hat zugehört. sich eingemischt. eine chance für mich ergriffen. viel schwerer als die tatsache, dass sie mir meinen traum ein stück näher gebracht hat, wiegt ihre anteilnahme. sie hört mir zu. sie hört anderen zu. sie verknüpft.

das, was man gibt, bekommt man zurück. sagt sie. habe ich gegeben? habe ich so viel gegeben?

wieder sitze ich hier, vor dem bildschirm. genau wie vor einer woche. die gleichen fragen im kopf. tracy stellt, leise im hintergrund, weitere bedeutungsvolle fragen. words don’t come easily. einige fragen haben antworten aufgelesen und geschultert.

perspektivwechsel.

auf dem nachttisch wurde houellebecq von murakami abgelöst. jetzt liegt da ein bedeutungsloser psychothriller.

perspektivwechsel.

https://youtu.be/uTIB10eQnA0

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