November-Notorietät XIV

Die Schönheit des Vergessens

Unter dem grellen Schein der Neon-Röhre. Gefaltete Hände starren auf verschränkte Arme. Auf dem Tisch ein Teller. Darauf Gemüse, Kräuter und öliger Glanz. Es riecht gut, nach früher und nach Sorgfalt. Ihre Hände führen die Gabel vom Teller zum Mund; seine bewegen sich vom Tisch auf seinen Schoß, da, wo sie eben noch war. Sein Oberkörper lehnt sich zurück.
“Warum hast du denn damals nie für mich gekocht?”
“Doch, das habe ich. Sehr oft sogar. Ich habe mir die Finger verbrannt, jedes Mal. Ich habe alles selbst aufgegessen, bevor du kamst. Und irgendwann habe ich aufgehört, zu kochen. Ich habe mir die Finger verbrannt.”

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