Die Po-esie des Sommers

Es ist wieder Sommer! Im Kopf, im Herzen, am Bein.
Erfreuen wir uns an der Leichtigkeit der modischen Pein!
Fossilien graben sich aus des Kleiderschrankes tiefsten Sedimenten hervor,
am lieblich gelockten Beinhaar winden sich weiße Tennissocken empor.
Die sommerliche Nonchalance feiert Kleider aus dem vergangenen Jahrhundert,
in die Autarkie geschubste Nadelmalerei wird im Glanze der Sonnenstrahlen bewundert.
Stoff gewordene Relikte beinahe vergessener Zeiten finden zu Fuß und Kopf zurück.
Bei der Aufnahme von Photosynthese singt die weißgetünchte Haut vor Glück!
Grau meliertes Brusthaar bahnt sich seinen Weg aus verwaschenen Achselhemden,
die Freilegung flagranter anatomischer Subtilitäten erquickt jeglichen Fremden.
Es ist nicht die Zeit, die Statik unserer sterblichen Hüllen zu verschleiern.
Es ist wieder Sommer! Zeit, die Stillosigkeit zu feiern.

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